1Kinderinvalidität statt nur Unfall
Die Kinderunfallversicherung ist günstig und deckt wenig. Die Kinderinvaliditätsversicherung kostet mehr und deckt das, was tatsächlich passiert – auch schwere Erkrankungen. Wenn nur eines von beiden finanzierbar ist, ist es diese. Achten Sie auf den Leistungsauslöser: Manche Tarife arbeiten mit einer Liste von Erkrankungen, andere stellen auf den Grad der Behinderung oder einen Pflegegrad ab.
2Berufsunfähigkeit für Kinder
Die meisten Versicherer nehmen Kinder ab zehn Jahren auf, einzelne früher. Zwei Gründe sprechen für den frühen Abschluss: Der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter, und die Gesundheitsfragen lassen sich beantworten, solange nichts dokumentiert ist. Eine spätere Diagnose – auch eine harmlose – kann den Zugang für Jahrzehnte verschließen.
3Die Nachversicherungsgarantie
Sie ist bei einer Kinder-BU der wichtigste Punkt überhaupt. Mit ihr lässt sich die Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen – bei Ausbildungsbeginn, Studienabschluss, Berufseinstieg, Heirat oder Hauskauf. Ohne sie ist ein früher Abschluss deutlich weniger wert, weil die anfangs vereinbarte Rente für ein Erwachsenenleben nicht reicht.
4Zahnzusatz vor der Diagnose
Die gesetzliche Kasse übernimmt Kieferorthopädie erst ab der Einstufung KIG 3 und dann nur die Regelversorgung; den Eigenanteil bekommen Eltern erst nach erfolgreichem Abschluss zurück. Zusatzleistungen zahlen Sie selbst. Wichtig ist der Zeitpunkt: Sobald eine Fehlstellung festgestellt oder eine Behandlung angeraten ist, gilt sie als laufender Fall und ist ausgeschlossen.
5Krankenzusatz nach Bedarf
Sehhilfen, Heilpraktiker, kieferorthopädische Zusatzleistungen und stationäre Wahlleistungen sind die Bausteine, die bei Kindern tatsächlich in Anspruch genommen werden. Das ist Komfort, kein Existenzschutz – deshalb steht es an fünfter Stelle und nicht an erster.